Vater und Sohn umarmen sich.

Schmerzen bei Krebs

Schmerzen lindern, mit Ängsten umgehen

Schmerzen lindern

Betrachtet man die Lebensqualität von Krebspatienten, kommt dem Thema Schmerz eine besondere Bedeutung zu. Viele Patienten fürchten nach ihrer Diagnose, dass früher oder später Schmerzen auftreten werden. Das Thema Schmerz ist daher eng mit Ängsten verbunden.

Ignorieren Sie Schmerz nicht

Schmerz kann durch die Erkrankung selbst oder durch die Behandlung verursacht werden, beispielsweise während einer Chemotherapie. Wichtig ist, dass Sie über Ihren Schmerz sprechen. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, die „Zähne zusammenzubeißen“, denn Schmerzen könnten Ihren Heilungsprozess beeinträchtigen. Fragen Sie Ihren Arzt nach der optimalen Schmerztherapie.1

Schmerz kann sich verstärken

Depressionen, Ängste, Einsamkeit, Langeweile, chronische Müdigkeit und auch Schlafstörungen können die Stärke Ihrer Schmerzen erhöhen.2 Patienten, die an diesen Symptomen leiden, empfinden Schmerz oft intensiver.

 

Wenn Patienten längerfristig oder chronisch Schmerzen haben, „gewöhnen“ sie sich oft nicht daran – sie empfinden die Schmerzintensität mit der Zeit sogar als stärker.  Aus diesem Grund ist eine rechtzeitige, effektive Schmerztherapie besonders wichtig.

 

Tipp: Führen Sie ein Schmerztagebuch

Während der Behandlungsphase kann es sinnvoll sein, ein Schmerztagebuch zu führen: Notieren Sie sich, wann der Schmerz auftritt, wo Sie ihn fühlen, wie intensiv Sie ihn empfinden und welche möglichen Reize zu den Schmerzen geführt haben. Das Schmerztagebuch kann Ihrem Arzt helfen, Ihre Behandlung anzupassen.

Ängsten entgegentreten

Um Sorgen und Ängste während der Behandlungszeit besser zu bewältigen, ist es ratsam, sich detailliert über Ihre Erkrankung und Therapiemöglichkeiten zu informieren. Viele Ängste entstehen durch Gerüchte und überholte oder gar falsche Informationen.

  • Vertrauen Sie auf wissenschaftlich belegte Informationen.
  • Prüfen Sie genau, was Fakt ist und was nur Mythos.

Die aktive Auseinandersetzung mit der Erkrankung wird Ihnen dabei helfen Behandlungsentscheidungen zu treffen.

 

Tipp: Nehmen Sie eine „Lebensretter-Tasche“ mit

Oft ist es hilfreich, die Behandlungszeit mit einem Ritual zu verbinden. Packen Sie eine Tasche mit Dingen, die Sie während der Behandlungssitzung brauchen könnten oder einfach bei sich haben möchten, beispielsweise:

  • Ein Buch für den Warteraum,
  • Gegenstände, die eine besondere Bedeutung für Sie haben,
  • Ein Bild Ihrer Liebsten, 
  • Ein Schmuckstück oder
  • Ein Plüschtier.

So können Sie sich an etwas festhalten, das Ihnen Kraft und innere Ruhe schenkt.

  1. Hennig, Kathrin Sabine (Hrsg.) (2012) Der Zusammenhang von Informationszufriedenheit, Geschlecht und Tumorstadium mit der Lebensqualität von Krebspatienten, Dissertation. Würzburg.
  2. Deutsche Krebshilfe (2014) Schmerzen bei Krebs. Antworten, Hilfen, Perspektiven.